![]() 1856 Errichtung des Hüttenwerkes auf dem in Malbergen gelegenen Hof Schulte to Bühne, für das Georg V. und Königin Marie von Hannover die Schirmherrschaft übernahmen. | ![]() 1868 Erste Schritte zur Gründung einer Seelsorgeeinheit. Zunächst Erbauung einer Kapelle (an der Schützenstraße 5), die gleichzeitig auch als katholische Schule genutzt wurde. Diese Kapelle wurde aber aufgrund der ständig wachsenden Zahl an Katholiken schnell zu klein. |
1882-1883 Erbauung des ersten wirklichen Gotteshauses in der Nähe des Hüttenwerkes auf einem zur Verfügung gestellten Grundstück vom Meierhof. 1912 Die Gemeinde wird in den Rang einer Pfarrei erhoben, in die dann auch die alte Gemeinde Malbergen eingegliedert wurde, die bis dahin zur Pfarrkirche St. Johann in Osnabrück Neustadt gehörte. Die Zahl der katholischen Gemeindemitglieder wuchs sehr schnell. Das Gotteshaus war bald viel zu klein. Außerdem beanspruchte das Stahlwerk weiteres Gelände für notwendige Erweiterungen. | ![]() |
![]() | 1935 Beginn des Neubaus der Kirche nach den Entwürfen von Architekt Johann Kamps, Hamburg. Die Kirche stellt eine stilisierte Basilika dar, war seinerzeit hochmodern und vielbewundert. |
1936 Mitten in der Nazi-Zeit wurde die Kirche konsekriert durch Bischof Dr. Wilhelm Berning und dem hl. Herzen Jesu geweiht. Eine Besonderheit in einem kirchen- und menschenfeindlichen Regime. Auch das erste Triumphkreuz der Kirche, das heute noch an einer Wandseite auf der Orgelempore hängt, war mit dem Corpus eines gekrönten Christus in der damaligen Zeit eine deutliche Aussage gegen die weltliche Macht. Es wurde von Prof. Heinrich Kamps, Berlin, entworfen und von Otto Stüber, Hamburg, gefertigt. | ![]() |
![]() 1949-1951 Errichtung des Kolpinghauses | ![]() 1954-1955 Entstehung des Altersheims/Schwesternhauses "Marienheim" mit Kindergarten St. Marien (1956). |
![]() 1979-1980 Zur Anpassung an die Erfordernisse der Liturgiereform des 2. Vatikanum gründliche und umfangreiche Renovierung des Innenraums der Kirche und Umgestaltung des Altarraums nach Entwürfen des Künstlers Paul Brandenburg, Berlin. Nach nur fünfmonatiger Bauzeit konsekrierte der damalige Weihbischof Kettmann den neuen Altar, in dem Reliquien des Heiligen Bonifatius und von Märtyrern der Tebaischen Legion eingelassen sind. Der Tabernakel, an der Rückwand der Kirche, dessen äußere Form an eine Monstranz erinnert, und das große Triumph-Kreuz mit Strahlenkranz über dem Altar sind aus Bronze gearbeitet und bilden im Altarraum eine harmonische Einheit. Der Unterbau am Tabernakel und der Opfertisch wurden aus Anröchter Dolomit geschaffen. Dank großzügiger Spenden, Haussammlungen, Pfarrfesterlösen, Sonderkollekten, dem Zuschuss des Bistums und nicht zuletzt nach Eigeninitiative der Gemeindemitglieder konnte die Umsetzung der Renovierungsarbeiten gut gelingen und die Finanzierung sichergestellt werden. |
1984 Generalüberholung der Orgel 1985 Außenrenovierung der Kirche und des Pfarrhauses 1993 Platzierung der restaurierten Herz-Jesu-Statue an der Kirchenfassade rechts vor dem Haupteingang 1993-1995 Erweiterung des Marienheims 2004 Abriss des Altbaus des Marienheims und Errichtung eines Neubaus | ![]() |
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![]() Die Ausmalung der Kirche ist ein Werk von Prof. Heinrich Kamps, dem Bruder des Architekten. Im Längsschiff sind zehn Bilder aus dem Leben Jesu dargestellt, und zwar: an der Evangelienseite Jesu Geburt, Jesus lehrt im Tempel, Bergpredigt, Heilung des Gichtkranken und die Tröstung der Frauen auf dem Kreuzweg. An der Epistelseite (Epistel= Apostelbrief im neuen Testament) die Auferstehung, die Himmelfahrt, Geistsendung, Mariä Himmelfahrt und Jesus als Weltenrichter inmitten der vier Symbole der Evangelien. Zu beiden Seiten der Orgel sind Gruppen musizierender Engel zu sehen. |
![]() Der Kreuzweg wurde 1940 hergestellt von Prof. Kamps, Berlin. Die 14 Bilder sind in der Technik der altbayrischen Hinterglasmalerei entstanden und wurde 1942 in der Kirche platziert. | ![]() Das Mosaikbild der Muttergottes der immerwährenden Hilfe wurde während des Zweiten Weltkrieges in Berlin erschaffen, ebenfalls von Prof. Kamps. Es wurde aber erst 1946 in der Nische beim Taufbrunnen angebracht. |
![]() Das Taufbecken ist aus grauem deutschen Mamor, einem vulkanischen Gestein aus der Lahngegend, geschaffen. Das zylindrische Becken ist mit einem vergoldetem Inschriftenband unter der oberen Kante und einem PX-Monogram versehen und hat einen kegelförmigen Deckel mit einer Heilig-Geist-Taube als Knauf. | ![]() Die Pieta in der Marienkapelle der Kirche wurde 1926 von Ludwig Nolde, Osnabrück, geschaffen und durch eine Sammlung des Müttervereins im selben Jahr finanziert. |
Die lebensgroße Statue der Maria Immaculta aus Lindenholz stammt aus dem Jahr 1911 vom Künstler F. Schildhorn, ebenso die Jesus-Statue, die 1958 von Ludwig Nolde umgearbeitet wurde. | ![]() | ![]() | ![]() |
![]() | Nahe der St. Josef-Statue haben wir vor ein paar Jahren die "Josefskapelle" für kleinere Wort-Gottes-Feiern und auch Tauffeiern hergerichtet. Dafür wurden ein paar Bänke entfernt, eine um 180 Grad gedreht und ein paar Stühle dazu platziert. So kann man in kleinerer Runde etwas persönlicher feiern. |
In der unteren Reihe, im Vorraum der Kirche; Franziskus Xaverius, Augustinus, Anthanasius, Matthias, Paulus, Petrus und Johannes. Am besten sieht man es vom Altarraum aus. | ![]() | ![]() |
![]() | Im großen Chorfenster ist auf eigenwillige Weise ein Bild des Kirchentitels angebracht: das Herz Jesu, Dornenkrone, Füße, Hände, die Wunden des Herrn, Lanze und Speer als Leidenswerkzeuge, im Hintergrund das Kreuz. Die Fenster im Mittelschiff der Kirche sind einfach gehalten. |
Die Glocken der Herz-Jesu-Kirche: Im Glockenturm hängen drei Stahlglocken (fis', a', h'), gefertigt 1924 von der renommierten Glocken-gießerei und Turmuhrenfabrik J.F. Weule in Bockenem am Harz; Material: Gussstahl. ![]() Große Glocke "Cordis Jesu": Ton Fis, 1,39 m Durchmesser; 1.115 kg Gewicht. Mittlere Glocke "Mariae": Ton A; 1,14 m Durchmesser; 627 kg Gewicht. Kleine Glocke: "Josephi": Ton H; 1,03 m Durchmesser, 422 kg Gewicht. Das Geläute der Herz-Jesu-Kirche wurde 1936 beim Neubau der Kirche an der Ulmenstraße in die Turmalage über dem Hochchor übernommen und entging der Requirierung im 2. Weltkrieg. |
![]() Das Kapellchen an der Hindenburgstraße (gegenüber vom Kolpinghaus) wurde 1937 gebaut. Es war gedacht als Torhaus, durch das man den kirchlichen Bezirk betritt. In den Sechziger Jahren wurde es restauriert. Das Kreuz hing bis dahin im Vorraum der Kirche. Darunter hängen die Tafeln mit den Namen der Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg. |
![]() Pfarrhaus Herz-Jesu mit Pastorenwohnung, Pfarrbüro und Mitarbeiter- und Begegnungsräumen. |
Hinweis: In der Herz-Jesu-Kirche ist am rechten Seiteneingang ein Defibrillator verfügbar. Dieser wird der Gemeinde im Gegenzug zu diesem Sponsorenlink kostenlos zur Verfügung gestellt: |